Matthias Wörther ThPQ 163 (2015), 153–161
 
Wie wir sterben
Inszenierungen des Lebensendes im Film
 

Durch eine mit Beispielen angereicherte Typologie filmischer Lebensenden eröffnet der Autor die Möglichkeit, sich dem Phänomen des Sterbens und des Todes in diesem Medium auch mit theologischen Schlüsseln zu nähern. Der Typus eines unspektakulären und natürlichen Todes, filmisch eingebettet in eine gewisse Normalität, führt zu pastoralen Fragen. Forderungen nach selbstbestimmtem Sterben wiederum, argumentiert mit lebensnahen und gefühlvollen Bildern, können ethische und moraltheologische Diskussionen anstoßen. Der Typus „Opfertod“ verlangt nach einer theologisch-kritischen Auseinandersetzung besonders im Blick auf seine Ideologiegefährdung, während die erträumte Abschaffung des Todes bzw. die Unsterblichkeit in das Zentrum der Christologie und ihrer anthropologischen Konsequenzen führen kann. „Wie zu sterben ist und was der Tod bedeutet, bleibt nicht nur im Kino eine offene Frage.“
(Redaktion)