Andreas Heller ThPQ 163 (2015), 115–122
 
Sorgekulturen des Sterbens
Hospizlich-palliative Kultur vom Krankenhaus bis zur Kommune
 

„Ich habe keine Angst vor dem Sterben, ich möchte nur nicht dabei sein, wenn es passiert“, meinte der Filmemacher Woody Allen. Das „Wie“ des Sterbens beschäftigt Menschen heute mehr als der unausweichliche Tod. Andreas Heller, international anerkannter Experte für Palliative Care, zeichnet den gesellschaftlichen wie individuellen Wandel in Fragen des Sterbens, welchen – ähnlich den Fragen des Lebens – ein Gestaltungszwang innewohnt. Pointiert nennt er Aufgaben einer „Organisationskultur des Sterbens“, weil strukturelle Defizite in Krankenhäusern oder Pflegeheimen auf Dauer nicht von engagierten Menschen kompensiert werden können und stellt die Kultur der Hospizarbeit und des Palliative Care dar. Schließlich plädiert er für soziale Gemeinschaften (compassionate communities), die es Sterbenden ermöglichen, „zu Hause“ bleiben zu können.
(Redaktion)