Clemens Sedmak ThPQ 165 (2017), 356–363
 
„Die rechte Sorge“
Resilienz und der Umgang mit Angst
 

Der Enge der Angst, die mit unserer Verwundbarkeit und Kontingenz zusammenhängt, steht die Weite der Resilienz gegenüber. Resilienz ist die Fähigkeit, gut mit Angst, Verwundbarkeit und Widrigkeiten umzugehen, sich nach einem Schicksalsschlag wieder aufzurichten und in eine „tiefe Praxis der Lebensbejahung“ einzutreten. Wichtig dafür sind Richtungssinn, Kontrollsinn, sozialer Sinn, Dankbarkeit und Hoffnung, vor allem aber die Unterscheidung zwischen falscher und rechter Sorge. Die rechte Sorge richtet sich auf die rechten Dinge (auf das, was wirklich zählt) und hat das rechte Maß (ohne Panik und Angst). Religion kann dazu beitragen, falsche und rechte Sorge zu unterscheiden.
(Redaktion)