Severin Lederhilger ThPQ 165 (2017), 021–035
 
Kirchenasyl
Klärungen zu einer immer noch aktuellen Fragestellung
 

Es gibt eine lange Tradition des kirchlichen Asyl-Rechtes im Christentum, das bis in unsere Tage Ausdruck couragierten Handelns angesichts konkreter Notsituationen wie z. B. bei drohender Abschiebung und zu befürchtenden Menschenrechtsverletzungen im Heimatland ist. Das Kirchenasyl hingegen steht am Ende eines Prozesses, in dem zuvor alle rechts­staatlichen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Insofern wird nicht gegen den Rechtsstaat gearbeitet, sondern rechtsstaatliche Grundrechte werden verteidigt, wie dies unser Autor, Professor für Kirchenrecht an der Katholischen Privat-Universität Linz, zeigt. (Redaktion)