Maria Dammayr ThPQ 164 (2016), 383–392
 

Soziologie der Fürsorge
Reflexionen auf historische, inhaltliche und gesellschaftliche Dimensionen der Sorge für sich und andere

 

Fürsorge lässt sich als eine Art säkulare Entsprechung des stark religiös imprägnierten Begriffes der Barmherzigkeit verstehen. Unsere Autorin, Soziologin und Theologin aus Linz, zeigt in historischer Perspektive die religiösen Wurzeln des Fürsorgeethos auf. Zugleich macht sie deutlich, inwiefern Fürsorge, die lange Zeit unter Paternalismusverdacht stand, gerade in unserer heutigen Zeit, die durch einen „sorglosen Kapitalismus“ gekennzeichnet ist, an Bedeutung gewinnt. Freilich müssen Formen und Strukturen der Sorge für sich und für andere unter den ethischen Ansprüchen von (Geschlechter-)Gerechtigkeit und Gleichheit stehen.
(Redaktion)