Peter Ebenbauer ThPQ 164 (2016), 256–264
 
„Wir singen dir in deinem Heer“
Liturgischer Gemeindegesang als Identitätsfrage des Volkes Gottes
 

Gottesdienstliches Singen ist nicht nur ein besonderer Ausdruck des Glaubens, sondern bestärkt auch die Gemeinschaft der Glaubenden oft mehr als das gesprochene Wort. Darüber hinaus gilt, dass das Liedgut vielfach die Grenzen der Konfessionen überschreitet und daher auch ökumenisches Bewusstsein fördert. Problematisch wird der Sachverhalt jedoch, wenn – wie der Autor, ao. Prof. für Liturgiewissenschaft in Graz, an einigen Texten zeigt – eine Gemeinschaft das ursprüngliche „wir“ eines Textes okkupiert und (z. B. gegenüber dem Judentum) sich als das alleinige Volk Gottes stilisiert.
(Redaktion)