Christian Bauer ThPQ 163 (2015), 260–269
 
Die verschwundenen Flüsse
Weniger-Desselben als eine Quelle pastoraler Lebendigkeit
 

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass in den verschiedenen Pfarrgemeinden ein zum Verwechseln ähnliches Programm zu finden ist. Man orientiert und misst sich bisweilen auch aneinander. Grundsätzlich ist das nicht falsch; wenn jedoch so eine Haltung zur nicht hinterfragten Norm wird, werden Fallstricke deutlich. Aus diesen Verstrickungen herauszukommen fällt schwer, und zugleich nimmt die Sehnsucht nach Leichtigkeit zu. Genau das ist die Spur, in einen neuen pastoralen Modus zu kommen. Es geht dabei nicht nur um das Verlangsamen, sondern um das Tun von etwas ganz anderem, etwas, an dem sich Lebendigkeit und Leidenschaft zeigen. Dann wird eine Krimilektüre oder der regelmäßige Besuch eines Fitnessstudios zur Inspiration.
(Redaktion)