Thomas Schulte-Umberg ThPQ 163 (2015), 75–85
 
Papst – Ortskirchen – KatholikInnen
Eine kirchenhistorische Erinnerung an die Zeit nach 1800
 

Die mediale Fokussierung auf Papst Franziskus erinnert auch an die Fokussierung auf die Päpste in den letzten zweihundert Jahren allgemein. Trotzdem stellt sich seit 1800 das Verhältnis zwischen Papst, Ortskirchen und KatholikInnen vielfältig dar. Die entsprechenden „theologisch-wissenschaftlichen Sprachangebote“ (Tübinger Schule, Neuscholastik und Ultramontanismus, Zweites Vatikanum u. a.) zeigen, dass die Kirche eine wandelbare Gemeinschaft ist, für ihre Zukunft unterschiedliche Modelle zur Gestaltung dieses Verhältnisses offenstehen und die Rolle der Ortskirchen sowie der Katholikinnen und Katholiken nicht unterschätzt werden darf.
(Redaktion)