Kerstin Radde-Antweiler ThPQ 163 (2015), 54–65
 
Das „Medienphänomen Franziskus“
Eine mediensoziologische Analyse der deutschen Berichterstattung
 

„Papst des Volkes“, „friedlicher Revolutionär“, „Person of the Year“ – die vielfach beobachtbare positive Haltung der Presse gegenüber Papst Franziskus lässt die Frage aufkommen, ob dies nur ein temporärer Effekt ist oder es eine Wende im Verhältnis von katholischer Kirche und Presse gibt? Die Autorin stellt in ihrer aufschlussreichen Analyse der deutschen Medienberichterstattung signifikante Änderungen in der mediatisierten Darstellung des Papstes fest. Inwieweit sich Narrative wie „Hoffnung auf einen Umbruch“ oder „Anwalt der Armen“ im Mediendiskurs durchsetzen und von religiösen Akteuren aufgegriffen werden, bleibt abzuwarten.
(Redaktion)