Carla Amina Baghajati ThPQ 161 (2013), 253–262
 
Geschlechtergerechtigkeit aus muslimischer Perspektive
 
Frauenfragen sind prekär, weil sie die Machtfrage stellen. Und inzwischen haben sich die Diskurse so weit verschoben, dass sich Gesellschaften und Religionen rechtfertigen müssen, wenn sie Frauen ausschließen. Das gilt z. B. für den Katholizismus ebenso wie für den Islam. Dabei gehen Bibel und Koran von der Gleichwertigkeit von Frau und Mann aus. Aufgrund problematischer Auslegungstraditionen ist die Gleichwertigkeit jedoch in den Hintergrund geraten. Insofern bedarf es der Überprüfung und der Korrektur von Interpretationen und daraus resultierenden Bestimmungen. Ansätze dazu gibt es – auch im Islam.
(Redaktion)