Gustav Schörghofer SJ ThPQ 161 (2013), 151–157
 
Die Schönheit des Glasscherbenviertels
Das ästhetische Potenzial der Stadt für Kunst und Religion
 
Städte faszinieren, urbanes Flair mit Glanz und Pracht vermittelt den Eindruck des stets Neuen und Unverbrauchten. Zugleich engen sie das Spielerische ein und drängen das Verbrauchte und Unansehnliche an den Rand. Damit Religion und Kunst in diesem Umfeld nicht zu widerstandslosen Begleiterscheinung der gegenwärtigen Konsumwelt werden, müssen sie – so das Plädoyer des Rektors der Jesuitenkirche in Wien – das ästhetische Potenzial der Glasscherbenviertel ent-decken und sich dem Armen und Unbedeutenden zuwenden.
(Redaktion)