Slavomír Dlugoš / Sigrid Müller ThPQ 160 (2012), 31–39
 
Was ist Sünde?
 
Der Artikel von S. Dlugoš, wissenschaftlicher Mitarbeiter, und S. Müller, Universitätsprofessorin am Wiener Institut für Moraltheologie, nimmt seinen Ausgangspunkt bei der gegenwärtigen Banalisierung des Sündenbegriffs, wie er sich etwa in Werbetexten findet. Er macht diesen inflationären Wortgebrauch verständlich, indem er auf die problematische Sündenfixierung von Kirche und Theologie insbesondere in der Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil hinweist. Zugleich wird eine neue, zeitgenössisch rezipierbare Rede von Sünde in den vier Kontexten von „Beziehung“, „Struktur“, „falscher Unterordnung“ und „existenziellem Selbstwiderspruch“ vorgeschlagen und konturiert.
(Redaktion)