Andreas Mertin ThPQ 160 (2012), 4–10
 
Von Sünden und Sündern
Ihre Faszination in der heutigen Kultur
 
In der gegenwärtigen postmodernen Kultur kann man der Sünde auf vielfältige Weise begegnen. Andreas Mertin will dies nicht bloß als Wiederkehr eines traditionellen Motivs gedeutet wissen, sondern vielmehr als grundsätzliche Transformation (vom Schicksal zur Wahl), die auch die frühere Rede von der Sünde berührt. Oft werden Sujet und Komposition beibehalten, die Haltung der Sünde gegenüber verändert sich jedoch. Um dies zu verdeutlichen, nimmt Mertin den Leser/die Leserin mit auf eine Reise, die werbe-, video-, film- und musikästhetische Auseinandersetzungen mit dem Thema ebenso beinhaltet wie Beispiele aus dem alltäglichen Fernsehprogramm und der Medienkunst. Bei aller variantenreichen Auseinandersetzung gibt es einen „unentrinnbaren Horizont“: Ohne den Begriff der Sünde können die Phänomene der Gegenwart nicht thematisiert werden.
(Redaktion)