Rudolf Habringer ThPQ 159 (2011), 347–350
 
Wie die Stille in mein Leben getreten ist und was sie mir bedeutet
 
Sr. Johanna und Rudolf Habringer haben beide einen "professionellen" und zugleich existenziellen Zugang zur Stille. Für die kontemplative Ordensfrau ist die Stille eine strukturelle Vorgabe mit der sie gleichsam automatisch konfrontiert wird. Sie ist die notwendige Voraussetzung dafür, möglicherweise Gottes Stimme zu erlauschen. Für den Schriftsteller ist die Stille die erforderliche und immer auch zumutende Begleiterin in Schreibprozessen sowie in der Auseinandersetzung mit der eigenen Existenz. Und beide verbindet die Sehnsucht, in und durch Stille geborgen, beschützt und erhört zu werden. Beeindruckende Konfrontation für jene, die im Lärm leben und sich gegebenenfalls auch nach der Stille sehnen – dann und wann.
(Redaktion)