Michael Utsch ThPQ 159 (2011), 265–275
 
Ziehen neureligiöse Bewegungen Jugendliche an?
Religionspsychologische Aspekte
 
Sprach man in den 1970er-Jahren noch von Jugendsekten, später dann von Psychokulten, so hat sich seit längerer Zeit die wertfreie Bezeichnung "Neue religiöse Bewegungen" für bestimmte, oft konfliktträchtige religiöse Gruppierungen etabliert. Der Autor, wissenschaftlicher Referent der Evangelischen Zentrale für Weltanschauungsfragen, beleuchtet positive wie negative Effekte solcher Gruppen für Jugendliche. Dem übersichtlichen Weltbild einschließlich einem bedingt gewährten "Heimatgefühl" stehen manipulative Gruppenprozesse und eine problematische Sozialisation gegenüber. Hinsichtlich der Glaubensweitergabe in Sondergemeinschaften wird nur eine die Gruppe nicht gefährdende religiöse Entwicklung zugelassen. Welche Folgerungen ergeben sich für Kirche und Pastoral?
(Redaktion)