Reinhard Hempelmann ThPQ 159 (2011), 238–247
 
Religiöse Bewegungen in der evangelischen Kirche
Zur Resonanz des konservativen Protestantismus
 
Das Christentum ist seit jeher eine dynamische Größe. Das zeigt sich auch innerhalb und außerhalb der christlichen Kirchen, die von einer Vielzahl von religiösen Bewegungen durchströmt werden. Zwei Experten führen überblicksweise in diese "Szenen" ein und beurteilen ihr Potenzial für die institutionalisierten Kirchen: Für die Schweizer Religionswissenschaftlerin Eva Baumann-Neuhaus war das Verhältnis von katholischer Amts-/Volkskirche und religiösen Bewegungen in der Vergangenheit weitgehend negativ konnotiert – zu Unrecht, denn "eigentlich könnten sich die Volkskirchen und die religiösen Bewegungen optimal ergänzen". Und der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin Reinhard Hempelmann stellt fest, "dass die Suche nach Glaubensvergewisserung und verbindlicher Gemeinschaft" in der Pastoral mehr Berücksichtigung finden muss. "Die christlichen Kirchen sollten einen Weg zwischen Relativismus und Fundamentalismus gehen."
(Redaktion)