Peter Pulheim / Christine Schaumberger ThPQ 159 (2011), 137–145
 
Bekehrung von Seelsorge und Theologie zu Menschen mit "Demenz"
 
Ein grundlegendes Anliegen der Befreiungstheologie ist es, Menschen „als Subjekte – besonders auch als theologische Subjekte – wahrzunehmen und zu Wort kommen zu lassen“. Für eine entsprechende Krankenhausseelsorge bedeutet dies in logischer Konsequenz, auch Menschen mit „Demenz“ nicht in erster Linie als Objekte unserer Hilfe anzusehen, sondern sie in ihren eigenen Ausdrucksweisen zu Gehör kommen zu lassen. Solange dies nicht oder kaum geschieht, ist „von ihnen so zu erzählen, dass sie anderen präsent werden und bleiben können.“ Pulheim und Schaumberger beschreiben in eindrucksvoller Weise, wie übliche Darstellungsversuche dementer Menschen verlernt und ein Erzählen ausgebildet werden kann, das sie als einzigartige und unverwechselbare Subjekte erkennbar macht – „die Bekehrung zu Menschen mit ‚Demenz‘ verändert die Theologie.“
(Redaktion)