Jörg Seip ThPQ 159 (2011), 36–44
 
Jenseits der Sprache
Pastoral vor dem iconic turn
 
Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich durch den iconic turn die Fokussierung von der sprachlichen Erschließung auf die Wahrnehmung der Bildlichkeit von Wirklichkeit verschiebt und welche Bedeutung dies für die pastorale Praxis zur Folge haben kann. Iconic turn meint nicht mehr oder weniger als eine ästhetische In-Szene-Setzung. Welche Konsequenzen dies für die Pastoral haben kann, wird anhand von Predigt, Gottesdienst, Seelsorge und Sakramentenpastoral illustriert. Deutlich wird, dass der iconic turn notwendigerweise dazu führt, Bildwirklichkeiten zu schaffen. Aber damit nicht genug: In der Folge sind auch die Interpretationen darüber freizugeben. So können überkommene Formatierungen überwunden und neue Handlungsformen erschlossen werden.
(Redaktion)