Leo Karrer ThPQ 158 (2010), 389–396
 
Ehe als Sakrament – die Liebe tun
 
Rasch und grundlegend ändern sich gegenwärtig die religiösen und ethischen Grundüberzeugungen, und nirgendwo zeigt sich der Wandel deutlicher und tiefgreifender als im Bereich von Partnerschaft, Ehe und Familie. Hier, wo für die meisten Menschen Glück und Sinn ihres Lebens ganz unmittelbar in Frage stehen, liegt gleichzeitig der Punkt der meisten Irritationen im Erleben des traditionellen Kirchenchristentums. Leo Karrer, der emeritierte Schweizer Pastoraltheologe, legt in seinem Artikel eine Ehetheologie in nuce als ein Stück reale Geschichte des liebenden Risikos, des vertrauenden Scheiterns und der verwundbaren Erfüllung vor, jenseits sowohl einer schiefen Apotheose von Ehe als auch der imperativen Soll-Sprache, die kirchlichen Texten zum Thema oft eigen ist.
(Redaktion)