Heinz-Günther Schöttler ThPQ 157/3 (2009), 245–257
 
Gottes Ferne – die Unbegreiflichkeit seiner lebenstiftenden Nähe. Theologische Perspektiven zum offenbar-verborgenen Geheimnis
 
Dass vielen Menschen die Kirche fremd (geworden) ist, ist unbestreitbare Tatsache und für viele innerhalb der Kirche eine schmerzliche Erfahrung sowie ein praktisch-theologisches Problem bedrückender Brisanz. In der Analyse des Problems gehen die Meinungen allerdings weit auseinander. H.-G. Schöttler, der Regensburger Pastoraltheologe, entdeckt in der Fremdheit Gottes ein zentrales theologisches Paradigma, das sowohl den in der Gemeinde engagierten Christen als auch den „Fremden“ einen konstruktiven Zugang zur Gottesüberlieferung eröffnen kann, den es in der Pastoral unter den gegenwärtigen Bedingungen zu aktualisieren gilt: in den Predigten, in den Gebeten, in den kirchlichen Riten und sogar in den Sozialformen.
(Redaktion)