Hildegund Keul ThPQ 157/3 (2009), 238–244
 
Gottes Ferne – die Unbegreiflichkeit seiner lebenstiftenden Nähe. Theologische Perspektiven zum offenbar-verborgenen Geheimnis
 
Es scheint, dass in der gegenwärtigen Gottesrede die Fremdheit und Verborgenheit Gottes vor allem in den unfassbaren Leidenserfahrungen und in den religionssoziologischen Konsequenzen einer säkularen Kultur zur Sprache gebracht wird. Demgegenüber steht die eigentümliche Forderung, es müsse wieder mehr von Gott geredet werden, weil die aktuelle religionsfreundliche Einstellung in Wahrheit von einer gott-losen Gleichgültigkeit geprägt sei. Angesichts solcher Alternativen ist es wichtig, die grundsätzliche Verborgenheit und Geheimnishaftigkeit Gottes in den Blick zu nehmen. Die Autorin, Hildegund Keul, legt Spuren einer Gottesrede frei, die sich in den Signaturen von Gottes Abwesenheit verdichten, und arbeitet die Stärke der Sprach- und Denkform der negativen Theologie heraus.
(Redaktion)

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