Peter Hünermann ThPQ 157 (2009), 55–67
 
Die Kongregation für die Glaubenslehre und ihre strukturellen Probleme
mit der Theologie
Eine nicht-kanonistische, auf Erfahrung basierende Reflexion
 
Die Herausforderung des Führens und Leitens von Kirche stellt sich nicht nur auf pfarrlicher und ortskirchlicher Ebene, sondern um nichts weniger auf der Ebene der Weltkirche. Dass deren Leitung eine höchst anspruchsvolle administrative, kirchenrechtliche und theologisch-spirituelle Aufgabe darstellt, wird niemand in Zweifel stellen. Wenn jedoch gilt: ecclesia semper reformanda, dann ist auch theologisch anzufragen, ob gewisse römische Leitungsstrukturen ihre Aufgaben angemessen erfüllen. Der emeritierte Tübinger Dogmatiker Peter Hünermann reflektiert in seinem Beitrag die Aufgaben und Strukturen der Kongregation für die Glaubenslehre und plädiert für deren fundamentale Rekonstituierung. Zu gründen sei eine eigene Institution für die Förderung, Wahrung und Entfaltung der Überlieferung sowie ein eigenständiges Gericht, das auf der Höhe moderner juridischer Standards theologische Prüfungsverfahren durchführt.
(Redaktion)