Artur R. Boelderl ThPQ 156 (2008), 388–395
 
„Born to be alive“. Zur philosophischen Bedeutung der Gottesgeburt
Erwägungen im Konjunktiv
 
Für die antike heidnische Philosophie war die Menschwerdung Gottes ein metaphysischer Widerspruch, für die abendländisch christliche Philosophie dagegen der Höhepunkt der Geschichte des Seins – wie aber denkt gegenwärtige Philosophie über die Menschwerdung Gottes? Ist sie philosophisch überhaupt noch eine bedenkenswerte Überzeugung? Inspiriert von Gedanken J. Derridas und J.-F. Lyotards zeigt der Linzer Philosoph A. Boelderl in seinem begrifflich und sprachlich anspruchsvollen Beitrag, welch ungeheuerliche Konsequenzen die Idee der Gottesgeburt im Menschen für die christliche Religion und unsere Kultur philosophischerseits nach sich zöge. Damit setzt Boelderl einen Diskurs fort, der im Deutschen Idealismus und in der Religionskritik seinen Anfang genommen hat.
(Redaktion)