Alois Halbmayr ThPQ 156 (2008), 346–355
 
Zwischen Menschwerdung und Geldwertung
Weihnachten im Spannungsfeld von religiöser Entleerung und ökonomischer Überformung
 
Kein kirchliches Fest unterliegt dem Druck der Kommerzialisierung so stark wie das Weihnachtsfest. Gottes Menschwerdung ist in unserer Marktgesellschaft zum Fest der „Geld-Wertung“ geworden – beliebtestes Weihnachtsgeschenk ist der Geldgutschein. Ist der Sinn des Weihnachtsfestes in unserer Kultur damit am Ende? Gegen diese resignative Sicht setzt der Salzburger Dogmatiker Alois Halbmayr sein Plädoyer, Weihnachten als Unterbrechung der Tauschlogik von Geben und Nehmen zu verstehen. Der Autor spielt damit den Ball an die Kirchen zurück. Es liegt an ihnen, den Tiefensinn des Weihnachtsfestes in einer kommerzialisierten Kultur neu zu entdecken und zu feiern.
(Redaktion)

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