Walter Homolka ThPQ 156 (2008), 247–258
 
Von der Versöhnung zur Eiszeit?
Katholische Kirche und Judentum entzweien sich über Judenmission
 
Das 2. Vatikanische Konzil muss als entscheidender Wendepunkt im Verhältnis der Kirche zum Judentum betrachtet werden. In der Konzilserklärung „Nostra aetate“ besinnt sie sich ihrer jüdischen Wurzeln und sagt sich los von jeder Art des Antisemitismus. Damit begann ein intensives Bemühen um einen Dialog mit dem Judentum und eine Verbesserung der Beziehungen. Wie die jüngsten Diskussionen um die „Karfreitagsbitte“ jedoch zeigen, ist das bisher gewachsene Vertrauen zueinander sehr leicht zu erschüttern. Rabbiner W. Homolka blickt daher mit Sorge in die Zukunft.
(Redaktion)