Zwei Stellungnahmen aus der Sicht des Kirchenrechts ThPQ 156 (2008), 34–48
 

Bruno Primetshofer
Der Kirchenaustritt und seine rechtlichen Folgen

Georg Bier
Der Kirchenaustritt – ein Akt des Schismas?

 
Die 2006 von Papst Benedikt XVI. approbierte Erklärung des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte, die u.a. klarstellt, dass der vor dem Staat vollzogene Kirchenaustritt nicht per se als ein schismatischer Akt zu betrachten ist, hat die Diskussion um die kirchenrechtlichen Konsequenzen des Kirchenaustritts neu entfacht. Wir haben zwei Kirchenrechtler gebeten, die derzeitige Situation in den deutschsprachigen Ländern zu analysieren: Bruno Primetshofer, Prof. em. für Kirchenrecht der Theologischen Fakultät Wien, drängt auf eine Klärung der verworrenen Lage, die mit den unterschiedlichen Vorgangsweisen der deutschen und österreichischen Bischofskonferenz eingetreten ist. Georg Bier, Kirchenrechtler der Theologischen Fakultät Freiburg i. Br., vertritt die Position, dass die Rechtsauffassung des Apostolischen Stuhles nicht ohne tragfähige Argumentation zu bestreiten ist.
(Redaktion)