Thomas Henke ThPQ 155 (2007), 359–366
 
Inszenierte Schuld-Geschichten
Einblicke in mediale Erscheinungsformen einer menschlichen Grunderfahrung
 
Für die pastoralen wie religionspädagogischen Berufsfelder wird Kulturhermeneutik, ein Wahrnehmen, Verstehen und Auslegen dessen, was in der Gegenwartskultur vor sich geht, immer wichtiger. Film und Fernsehen bereiten z.B. die Erfahrung des Scheiterns, der Schuld und Sühne gekonnt und massenwirksam auf. Für den Autor, Leiter der Medienzentrale der Diözese Eichstätt, scheinen diese immer neuen Variationen von uralten Geschichten den Erfahrungen der Menschen für ihr eigenes Leben eine konkrete Gestalt verleihen zu können. Er beleuchtet die gegenwärtig beliebten Gerichtsshows und deren „Alltagsmoral“ und zeigt, welchem Grundmuster die Schuld des Helden im populären Erzählkino folgt.
(Redaktion)