Franz Böhmisch ThPQ 155 (2007), 39–50
 
Das verlorene Paradies.
Die Bibel und das Fleischessen
 
Wenn am Anfang der Bibel eine gute Schöpfung geschildert wird, in der alle Lebewesen sich vegetarisch ernähren, dann fragt man sich, wann das Töten von Tieren zum Zwecke der Ernährung erlaubt wird, und man findet, dass diese Erlaubnis erst nach der Sintflut gegeben wird. Gleichzeitig aber werden die Tötung und der Genuss des Fleisches ganz strengen Regeln unterworfen, die im Laufe der Zeit noch erheblich verfeinert werden. Sorgfältig geht der Autor, der selbst auch vegetarisch lebt, den einzelnen Stellen nach und zeigt, dass es darüber hinaus auch die Hoffnung gibt, eine Zeit des Heiles werde die Gewalt überwinden und die ursprüngliche Friedfertigkeit wieder herstellen. Wenn dem so ist, sollten Christen dann nicht besser auf Fleischgenuss verzichten?
(Redaktion)