Ludger Schwienhorst-Schönberger ThPQ 154 (2006), 356–364
 
„Für alles gibt es eine Stunde“ (Koh 3,1)
Das Verständnis der Zeit im Alten Testament
 
Auch wenn der heutige Mensch ‚Zeit‘ vielleicht in vieler Hinsicht anders erfährt als der biblische, so tut es dennoch gut, sich den Grundeinsichten der Alten zu diesem Thema zu stellen. Wesentlich ist dabei, so der Verfasser des folgenden Beitrags, dass ‚Zeit‘ nicht nur einen Anfang hat (Gen 1) und linear verläuft, sondern dass es auch einen Kreislauf der Zeiten gibt, der das Leben strukturiert (Koh 3). Wie wichtig nun ein Zusammendenken der beiden Momente der Zeit für ein tieferes, vor allem religiöses Verständnis des Kosmos und des individuellen Lebens ist, ergibt sich aus der sensiblen Lektüre der biblischen Texte, die der Autor meisterhaft beherrscht.
(Redaktion)