Marianne Gronemeyer ThPQ 154 (2006), 339–345
 
Weitergehen, nicht stehen bleiben!
 
„Das Leben als letzte Gelegenheit“ – dieses Motto eines Buchtitels der Autorin bringt auf den Punkt, woran unsere Kultur erkrankt ist: am Versuch, der Zeit vollständig Herr zu werden. Wir leben in einer Epoche der rastlosen Beschleunigung und der Eile und zahlen dafür den hohen, paradoxen Preis, das zu verlieren, was wir gewinnen wollen: Welt und gute Gegenwart. Die Autorin führt in ihrem Essay vor Augen, was es heißt, dem Zwang der Beherrschung der Zeit zu erliegen, aber sie weist auch einen Weg aus dieser kulturellen Sackgasse, den sie im ersten Schöpfungsbericht wiederentdeckt: Die Dinge als Selbstzweck wahrzunehmen. Wenn wir die Kreaturen als „Du“ entdecken, wandelt sich das dominante Machtverhältnis in ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis.
(Redaktion)

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