Hans Kessler ThPQ 154 (2006), 264–277
 
Wo bleibt Gott im Leiden seiner Geschöpfe?
Die naturbedingten Übel und die Frage nach dem Wirken Gottes
 
Man kann dem Autor nur zustimmen, wenn er feststellt, dass die Menschen viel eher bei Naturkatastrophen danach fragen, wo denn Gott bleibe, als bei all dem Leid, das die Menschen einander antun. Im letzteren Fall muss der Schuldige ja nicht gesucht werden. Wie aber ist es, wenn Tausende durch Erdbeben oder Flutwellen umkommen? Ist nicht Gott als der Schöpfer der Welt letztlich (mit-)verantwortlich? Hat er die Schöpfung nicht im Griff, oder sind solche Ereignisse u. a. der Preis einer sich selbständig entfaltenden Welt? Man liest mit Spannung, wie der Autor im Gespräch mit den Naturwissenschaften eine Antwort auf diese drängenden Fragen versucht.
(Redaktion)