Maria Widl ThPQ 154 (2006), 22–29
 
Die Lebensrelevanz des Evangeliums erschließen
Ökumene angesichts postmoderner Religiositäten
 
Während der ökumenische Dialog ins Stottern geraten ist, begegnet ein Großteil der Kirchenmitglieder katholischer- wie evangelischerseits den scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten in diesem Prozess mit völligem Unverständnis. Sie sehen die spezifischen Schwierigkeiten als Probleme einiger theologischer Spezialisten und kirchlicher Machthaber. Die Autorin, Praktische Theologin an der Universität Erfurt, verortet dieses Phänomen im Kontext der postmodernen Auswahl-Religiosität. Sie kommt zu dem Schluss, dass in den Bereichen, die heutiger Volksreligiosität wichtig sind – prophetische Gesellschaftspolitik und spirituelle Alltagskultur –, die Kirchen bereits als untrennbar einig erfahren werden.
(Redaktion)