Bernhard Grom ThPQ 153 (2005), 163–170
 
Gott und Gewalt in religionspsychologischer Sicht
 
Der Vorwurf, dass Religion Gewalt fördert, wird seit langem immer wieder stereotyp vorgetragen. Und tatsächlich spielt(e) Religion als eine Quelle von Gewalt in politischen und ethnischen Konflikten oder im aktuellen fundamentalistischen Islamismus eine wichtige Rolle. Und dennoch: Ist dieser Vorwurf in dieser pauschalen Form überhaupt haltbar? Trifft nicht eher das Gegenteil zu, dass Religion friedensstiftend und aggressionsmindernd wirkt? Wir haben den renommierten Religionspsychologen Bernhard Grom SJ gebeten, die Beziehung von Religion, Gottesbild und Gewalt aus psychologischer Sicht zu untersuchen. Sein Beitrag liefert eine deutliche Antwort, die allzu schnellen Schuldzuweisungen an die Adresse der Religion einen Riegel vorschiebt.
(Redaktion)