Günter Rombold ThPQ 153 (2005), 58–66
 
Kirchenräume als Begegnungsorte
 
Reiseführer, Ansichtskarten und Tourismusprospekte geben weltweit Zeugnis von der bleibenden Anziehungskraft und kulturellen Bedeutsamkeit von Kirchen, Kapellen und Klosteranlagen. Stellen diese irdischen Räume ein dennoch leicht übersehenes Potenzial christlicher Verkündigung dar, weil sie oft nur funktional auf die Glaubensgemeinde begrenzt gesehen werden? Vermögen diese Stätten einer die Alltagswelt übersteigenden Wirklichkeitserfahrung nicht auch und gerade für jene Menschen eine religiöse Botschaft zu transportieren, die sich von der expliziten Feiergemeinschaft der Kirchen entfremdet haben? Der Linzer Emeritus DDr. Günter Rombold, Doyen des Dialogs von Kunst und Kirche in Österreich, erläutert hier spezifische Raumqualität als markanten Bereich kirchlicher Öffentlichkeit und hervorragende Chance, mit suchenden Menschen – nicht zuletzt über das Mittel der Kunst – in Beziehung zu treten.
(Redaktion)