Birgit Jeggle-Merz ThPQ 153 (2005), 47–56
 
"Die Kirche ist immer eine Kirche der Gegenwart" (Johannes Paul II.)
Zur Feier der Liturgie in unseren Zeiten
 
Bei der Feier von Kasualien oder etwa zur Bewältigung großer Katastrophen greift auch eine über die kirchlichen Kernschichten hinausgehende Öffentlichkeit auf den Ritualschatz der Kirchen zurück. Liturgie als Öffentlichkeitsarbeit? Die Autorin, Liturgiewissenschaftlerin an der Universität Freiburg/Breisgau, zeigt, dass dem Wesen der Liturgie entsprechend die herkömmliche Rede von "Gottesdienstbesuchern" verfehlt ist und Liturgie eigentlich kein "Publikum" hat. Darauf aufbauend skizziert sie, wie Gottesdienste als öffentlicher Selbstvollzug von Kirche dennoch in jede Zeit hinein ein missionarisches Angebot für Suchende darstellen können.
(Redaktion)