Helmut Krätzl ThPQ 151 (2003), 136–144
 
Das Erbe des Konzils
Die zornigen alten Männer und die jungen Nachfolger
 
Vor dem Hintergrund der Generationenfrage stellt der inzwischen 40-jährige Abstand des 2. Vatikanischen Konzils eine interessante Zäsur dar: Die ältere Generation hat die Konzilszeit bewusst erlebt, und viele haben die Anliegen des Konzils in die gesellschaftlichen und pastoralen Kontexte hineingetragen. Doch den Unter-50-Jährigen erscheint dieses Ereignis bereits als geschichtliche Vergangenheit. Was heißt das für das Erbe des Konzils? Der Wiener Weihbischof DDr. Helmut Krätzl, einer der prononciertesten Sprecher der "Konzils-Generation", greift in seinem Beitrag die von der Redaktion vorgegebene Metapher der "zornigen alten Männer und der jungen Erben" auf und entwickelt zukunftsweisende Überlegungen für die unabgeschlossene Rezeption des Konzils.
(Redaktion)