Franz Gruber ThPQ 146 (1998), 25–34
 
Religion als memoria beatitudinis: Zum Verständnis von Glück und Heil
 
Das Verhältnis von Glück und Heil ist spannungsreich. Die Religionskritik klagte das Christentum als lebensfeindliche Religion an, Varianten heutiger politischer Theologie bezichtigen den glücksorientierten Zeitgeist des Vergessens der Leidenden. Die Formel von der Religion als memoria beatitudinis versucht beides zu bewahren: das Glück und die Gerechtigkeit. Der christliche Heilsbegriff ist für den Autor die vorweggenommene Einheit von gutem und gerechtem Leben. Darin liegt das wahre Glück. Unser Autor ist Dozent für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Hochschule in Linz.
(Redaktion)