Florian Uhl ThPQ 146 (1998), 3–15
 
Das Verschwinden der Lust im Prozeß der Zivilisation
Kulturkritische Prolegomena zum Diskurs über "Lust und Religion"
 
Ist die christliche Religion für die Repression von Lust in der abendländischen Geschichte verantwortlich zu machen? Die gängigen, bejahenden Antworten auf diese Frage werden von unserem Autor, Professor für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Hochschule in Linz, in Max Webers Rekonstruktion der Unterdrückungsgeschichte der Lust verortet. Angeregt durch die Theorie von Norbert Elias stellt Uhl seine Gegenthese dar: Religion ist nicht lustfeindlich, sie ist ein mögliches Remedium gegen das Verschwinden der Lust im Prozeß der Zivilisation.
(Redaktion)