Maximilian Liebmann ThPQ 145 (1997), 349–362
 
Das Österreichische Konkordat 1933/34 im politischen Kontext
 
Das österreichische Konkordat 1933/34 brachte eine neue Ära in der Gestaltung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat: die heiß umstrittenen kultur- beziehungsweise kirchenpolitischen Belange konnten aus dem Tagesstreit gezogen werden. Die wichtigste Folge davon war der Rückzug des Klerus aus der Politik. Unser Autor, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Graz, rekonstruiert die konflikthafte Vorgeschichte der Beziehungen zwischen der Katholischen Kirche, den damaligen politischen Parteien und dem Ständestaat. Auf diesem Hintergrund erscheint das Konkordat 1933/34 nicht als ein Mittel der Privilegierung der Kirche, sondern als entscheidendes Instrumentarium zur Herstellung und Wahrung des religionspolitischen Friedens in der österreichischen Politik.
(Redaktion)