Christian Wessely ThPQ 145 (1997), 26–33
 
Der Teufel steckt im Detail.
Der Satanismus und die Unterhaltungsindustrie
 
Die Aufklärung und ihre Folgen hat, so sollte man meinen, nicht nur die Krise der institutionalisierten Religiosität beziehungsweise der etablierten Hochreligionen ausgelöst, sondern auch die Figur des Satans zum Verschwinden gebracht. Doch bei näherer Betrachtung der Medienszene merkt man, daß dies offenbar ein Irrtum ist: Viele Produkte der audiovisuellen Unterhaltungsindustrie verwenden offen („Der Exorzist“) oder verdeckt („Terminator 2“) die „Satanschiffre“ als Aufhänger. Im folgenden werden einige Überlegungen angestellt, warum das so ist, und warum dieser Aufhänger sich als gut verkaufbar erweist. Unser Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fundamentaltheologie in Graz.
(Redaktion)