Franz Weber ThPQ 143 (1995), 136–148
 
Not-wendige Schritte auf halbem Weg
Mitteleuropäische Pastoralpläne aus lateinamerikanischer Sicht
 
Wenn im Mühen um neue Formen der Seelsorge in Mitteleuropa auch pastorale Erfahrungen der Kirche in Lateinamerika angefragt werden, so kommt darin die Einsicht zum Tragen, daß einander die einzelnen Ortskirchen gerade aufgrund ihrer verschiedenen Kirchenpraxis pastoraltheologisch „etwas zu sagen haben“, indem sie füreinander fruchtbare Lernprozesse anstoßen und sich dem Experiment einer Weltkirche als interkultureller Lerngemeinschaft stellen. Die Anfragen, wie sie in diesem Beitrag aus der Sicht lateinamerikanischer, näherhin brasilianischer, Kirchenerfahrung an einige Modelle mitteleuropäischer Gemeindepastoral gestellt werden, können sich auf die Ekklesiologie des 2. Vatikanums berufen. Der Autor gehört der Gemeinschaft der Comboni-Missionare an, war mehrere Jahre in Lateinamerika tätig und ist zur Zeit Gastprofessor am Institut für Pastoraltheologie und Pfarrer in Graz.
(Redaktion)