Franz Gruber ThPQ 142 (1994), 12–22
 
Wahrheit im Dialog
Für ein kommunikatives Wahrheitsverständnis im interreligiösen Dialog
 
Auf dem Hintergrund wahrheitstheoretischer Diskussionen in der gegenwärtigen Philosophie und Theologie setzt sich der Autor, Assistent am Institut für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Theologischen Hochschule Linz, mit den Problemen des religiösen Pluralismus auseinander. Ein „kommunikatives Wahrheitsverständnis“, das sich Theologie aus der sprach- und kommunikationstheoretischen Philosophie aneignen kann, leistet beides: Es definiert Wahrheit als dialogfähige Kategorie und wird der Unbedingtheit religiöser Wahrheit gerecht. Diese ist universal, wenn auch nicht im Sinne eines ausschließenden Geltungsanspruches; vielmehr eröffnet sie einen Raum, in welchem Verschiedenheit und Gemeinsamkeit dialogisch artikuliert werden können.
(Redaktion)