Erich Garhammer ThPQ 141 (1993), 347–354
 

Predigen im Umfeld der Mediengesellschaft

 
Das herkömmliche Ideal der Predigt setzt den Schwerpunkt auf den theologischen Gehalt des Manuskriptes. Im Medienzeitalter scheint ein solches Ideal obsolet geworden zu sein, und dies aus mehreren Gründen. Die Predigt war aber schon immer nicht nur ein „Manuskript“, sondern ein „Auredit“: Das vom Ohr des Hörers Wahrgenommene. Wie dies im MedienzeitaIter mit dessen Unterhaltungsdimension zu denken sei, versucht Erich Garhammer, Professor für Pastoraltheologie und Homiletik an der Theologischen Fakultät in Paderborn, zu zeigen. Die Unterhaltungsdimension ist allerdings nicht platt und oberflächlich zu verstehen, sie nimmt jene „dialogische Dimension“ mit auf, die die Antwort des Zuhörers als konstitutives Element des Geschehens begreift.
(Redaktion)