Erich Feifel ThPQ 141 (1993), 329–338
 
Schriftsinn und Vermittlung
 
„Praedicatio verbi Dei est verbum Dei“ – so lautet die klassische Definition der Predigt. Erich Feifel, emeritierter Professor für Religionspädagogik in München, geht den vielfältigen Bezügen der Predigt zum Wort Gottes nach und zeigt beides als lebendiges, einander bedingendes Geschehen. Die Polarisierung zwischen den Inhalten und dem Bezeugen, die der biblizistischen Verengung oft zugrunde liegt, wird unter mehrfacher Hinsicht gesprengt: die Frage nach der Vermittelbarkeit der Inhalte der Predigt darf von jener nach den Inhalten selbst niemals gelöst werden. Dies ist nicht ein Problem der Strategie, sondern des Glaubens selbst.
(Redaktion)