Marianne Heimbach-Steins ThPQ 141 (1993), 121–129
 
Prophetische Mystik zwischen Kirchenbindung und Kirchenkritik
Zum Werk Mechthilds von Magdeburg
 
Die Magdeburger Begine Mechthild entwickelte im Lauf ihres Lebens nicht nur eine intensive mystische Gottesbeziehung, sondern in deren Horizont auch das Bewußtsein einer ihr aufgetragenen Sendung für die Kirche ihrer Zeit. So wird sie zur Ratgeberin, ebenso aber zur heftigen und unverblümten Kritikerin. Die folgende Untersuchung beschäftigt sich mit dem geschichtlichen Standort Mechthilds von Magdeburg, ihrem mystisch fundierten Kirchenverständnis als gemeinsamer Wurzel von Kirchenbindung und Kirchenkritik sowie mit dem Problem der Konfrontation dieses mittelalterlichen Modells mit der heutigen Kirchenerfahrung in einem ähnlichen Spannungsfeld. Die Autorin ist wissenschaftliche Assistentin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.
(Redaktion)